Bewerbung für Mediengestalter/innen - So machst du es richtig!

Du hast dich für deinen Traumberuf entschieden, möchtest Mediengestalter/in in Berlin werden? Es gibt unzählige Angebote und unterschiedlichste Bewerbungsverfahren, über die du dich hier informieren kannst. Eins ist dabei immer wichtig: Bereite dich vor, sei du selbst und zeige was du drauf hast! 10 Tipps, für die richtige Bewerbung.

10 Tipps – planen und loslegen

Gute Vorbereitung ist alles, deshalb solltest du vorher genau wissen, wo du dich bewirbst, warum du diesen Beruf erlernen möchtest und wo deine persönlichen Stärken liegen. Die 10 Tipps helfen dir:

  1. Recherchiere, welche Fachrichtung der Mediengestaltung zu dir passt.
  2. Suche, wer deinen Wunschberuf anbietet.
  3. Lies dir genau durch, welche Bewerbungsunterlagen du einreichen musst.
  4. Schau nach, ob es Fristen gibt, zu denen du dich bewerben kannst und erstelle einen Zeitplan.
  5. Prüfe, ob es besondere Angebote gibt, wie Inforunden, Mappen-Besprechungen, usw.
  6. Schreibe deine Bewerbungen sorgfältig und lass sie auf Satzbau und Rechtschreibfehler korrigieren.
  7. Achte auf die richtigen Formate: Wenn du etwas verschickst, achte darauf, keine einzelnen Dokumente zu senden. Die meisten Personalmenschen wünschen sich eine Bewerbung in einem einzigen Dokument, meist .pdf. Es sollte zudem nicht größer als 4 MB sein.
  8. Stelle eine Auswahl an Arbeitsproben zusammen, je nach Anforderung können das bis zu 10 Arbeiten sein.
  9. Bereite dich gut auf das Vorstellungsgespräch vor, übe mit Freunden oder Verwandten, lass sie dir Fragen stellen.
  10. Setze Prioritäten: Die wichtigsten Bewerbungen zuerst, mit den besten Arbeitsproben.
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Die verschiedenen Fachrichtungen der Mediengestaltung

Bevor ihr mit eurer Bewerbung für Mediengestaltende loslegt, entscheidet euch für eine der folgenden Fachrichtungen: 

  • Gestaltung und Technik
  • Konzeption und Visualisierung
  • Bild und Ton
  • Beratung und Planung 

Diese Fachrichtungen geben eine Richtung an, auf die man sich spezialisiert, ähnlich wie beim Studium, bei dem man seinen Schwerpunkt nach dem Grundstudium – also dem Basiswissen – wählt.

Die wichtigsten Unterrichtsthemen sind unter anderem gestalterische Grundlagen und Gesetze, Farblehre, Typografie, Layout und Komposition, Bild- und Grafikbearbeitung. Aber auch kaufmännische Grundlagen und mathematische Berechnungen gehören dazu. Dabei lernt auch mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen und Grafikprogrammen, wie Photoshop, Illustrator und InDesign zu arbeiten.

Und hier geht's los mit der Bewerbung. Als erstes: Das Bewerbungsschreiben.

Das Bewerbungsschreiben

Das Bewerbungsschreiben ist die erste Seite der Bewerbung. Dort hast du die Möglichkeit in ganzen Sätzen zu beschreiben, warum du dich bei der Firma XY bewirbst und welche besonderen Stärken und Fähigkeiten du für die ausgeschriebene Stelle mitbringst.

Weiter wichtige Angaben sind deine eigene Adresse und Kontaktdaten, die Firmenadresse, Ort und Datum und anschließend die Betreffzeile mit der Stellenbeschreibung (z.B.: "Bewerbung um die Ausbildungsstelle zur Mediengestalterin") für die du dich bewirbst. Darunter folgt der Fließtext.

Das Anschreiben sollte grammatikalisch richtig, interessant oder sympathisch, ehrlich und konkret sein. Zeige, dass du anders bist, als die anderen Bewerberinnen und BewerberEs wirkt besonders engagiert und gekonnt, wenn du ans Ende des Briefs eine handschriftliche Unterschrift von Dir setzt (als farbigen Scan). Achte darauf, dass du präzise Sätze formulierst und das Anschreiben nicht länger als eine DIN A4 Seite wird.

Jetzt ist dein Lebenslauf dran.

Bewerbungsschreiben eines Mediengestalters (in Berlin)

Der Lebenslauf

Er wird manchmal auch als Curriculum Vitae (CV) bezeichnet und soll als Teil der Bewerbung oft in tabellarischer Form verfasst sein. Das heißt nur, dass man schnell sehen soll, welche relevanten Stationen es auf eurem bisherigen Lebensweg gab (Schulen, Praktika, Jobs oder Kurse) und das ganze übersichtlich und klar strukturiert.

Man beginnt meistens mit dem Titel und den persönlichen Angaben. Man soll euch eben erreichen können. Danach kommen die Stationen, beginnend mit der neusten. Aber sie können auch gegliedert sein in Unter-Überschriften, z.B. Schulische Bildung oder Praktika. Auf Anhieb soll man sehen, welchen höchsten Schulabschluss du hast und was du noch in Richtung deine Wunschberufes gemacht hast. Auch Sprachkenntnisse oder Interessen gehören in den Lebenslauf. Ob nun unbedingt ein Bild der Bewerbenden rauf muss, wird entweder in den Anforderungen aufgelistet oder kann frei entschieden werden, es sollte sympathisch sein und nicht etwa ein biometrisches Passfoto.

Oft wird zusätzlich eine Arbeitsprobe von dir verlang. Wie du auch das bewältigst, erfährst du im folgenden Schritt.

Die Arbeitsproben

Den Betrieben oder Schulen ist klar, dass du noch keine super ausgestalteten Arbeiten vorweisen kannst, deshalb solltest du das, was du kannst, zeigen: Fotografieren, Zeichnen, Malen, Modelle bauen, Videos – Hauptsache, es sieht gut aus und passt zum/r Mediengestaltenden. 

Bei Online-Bewerbungen sollte die Dateigröße nicht zu groß sein, maximal 4 MB, wenn nicht anders beschrieben.

Es kann aber auch passieren, dass ähnlich wie bei der Bewerbung um einen Studienplatz, eine ausgearbeitete Mappe mit Arbeiten von dir verlangt wir.

Arbeitsproben

Die Mappe – das Mysterium

Die Mappe mit eigenen Arbeiten für eine Bewerbung zur Mediengestalterin oder zum Mediengestalter zu erstellen ist eine echte Herausforderung. Es werden zwischen 10-30 eigener, künstlerischer Arbeiten verlangt, die eine Eignung für ein Studium zeigen. Ob fotografiert oder gezeichnet, gemalt oder als Video aufgenommen, fast alles ist möglich, was genau und was nicht, steht in der Beschreibung des Bewerbungsverfahrens der jeweiligen Universität.

Die Mappe soll die Auseinandersetzung mit einem Thema zeigen. Es können auch mehrere kleine Themen sein. Man überlegt sich also vorher das Konzept oder die Message, die man mit seiner Mappe der Zielgruppe überbringen möchte. Die Zielgruppe sind die Dozenten und Professoren. Sie urteilen über gelungene oder nicht gelungene Botschaften.

Sie wollen verstehen, was der Bewerber / die Bewerberin ausdrücken möchte. Manchmal ist es gut zu zeigen, was man alles drauf hat, aber es muss immer noch in das grobe Konzept der Mappe passen. Die Mappe kann im Sinne des Konzeptes gestaltet sein, bemalt oder beschriftet, muss sich leicht öffnen und schließen lassen, ohne das dabei gleich alles herausfällt oder kaputt geht.

Es geht auch um den so genannten roten Faden, der sich durch die Mappe ziehen sollte, ein Thema, das zu sehen ist. Originalität, besonderes Talent oder frische Ideen bringen dich nach vorn. Die Professoren sehen in der Bewerbungsphase so viele Designs und Gestaltungen, dass man sich hervorheben muss. Wer überzeugen kann, kommt weiter.

Auch bei einer Ausbildung, dual oder schulisch, kommt es vor, dass eine Hausaufgabe von Dir verlangt wird. Es gibt meist eine Aufgabenstellung, die in einer gewissen Zeit (z.B.: einer Woche) eingereicht werden muss.

Die Hausaufgabe

Es kommt vor, dass keine Arbeitsproben eingereicht werden müssen, sondern Hausaufgaben. Das sind vorher festgelegte Themen, die schriftlich mitgegeben werden und für die der Bewerber / die Bewerberin ein paar Tage oder Wochen Zeit hat. Deine Auseinandersetzung mit dem Thema soll zeigen, dass du die Fragestellung verstanden hast, dass du die Botschaft rüberbringen kannst und diese auch noch gut aussieht. Hast du diesen Meilenstein gemeistert, so kann es passieren, dass du zusätzlich (oder statt der Hausaufgabe) einen Einstellungstest durchläufst. 

Hausaufgabe bei einer Bewerbung zum Mediengestalter!

Der Einstellungstest

Ein Test ist nicht immer Teil des Bewerbungsverfahrens. Wenn ihr zur Prüfung eingeladen werdet, müsst ihr meistens direkt vor Ort einen Fragebogen ausfüllen. Je nach Umfang dauert er etwa eine bis zwei Stunden. Abgefragt werden z.B. Allgemeinwissen, mathematische Grundrechnungen, Deutsch und evtl. Englisch. Die Ausbildung zum/r Mediengestalter/in in Berlin erfordert, dass man die schulische Grundbildung hat – egal ob mit Abitur, Fachhochschulreife oder MSA. Während der Ausbildung wird auf dem Grundwissen aufgebaut.

Nun ist es endlich so weit, es folgt das Vorstellungsgespräch.

Das Vorstellungsgespräch

Wenn die Bewerbung gut ankam, wird man zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Hier lernst du den Chef, Professor oder Ausbilder kennen. Man sollte also einen guten Eindruck hinterlassen. Ein gepflegtes Aussehen, eine positive Körpersprache oder die passende Kleidung sind manchmal ebenso wichtig, wie die Antworten, die man gibt.

Es geht darum, die Bewerbenden kennen zu lernen und zu prüfen, wie sehr er sich mit dem Berufswunsch auseinandergesetzt hat, wie er spricht oder auf Fragen reagiert und ob er sympathisch ist oder ins Team passt. Bereite dich gut auf mögliche Fragen vor, lege dir passende Antworten zurecht, schau dir die Homepage des Unternehmens oder der Uni an, vielleicht wirst du nach Produkten oder Ausbildungsthemen gefragt. Bringe die verschickten Arbeitsproben im Original oder als gute Farbkopie (gebunden) mit, dadurch gibt es Gesprächsthemen. Sei höflich, lass den anderen ausreden und hab keine Scheu.

Bewerbung zum Mediengestalter: der Einstellungstest!